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Start zu einem Rennen auf Rømø in einem Startfeld mit Seglern aus vier unterschiedlichen Klassen.
Im Bild oben: 7 Sail Buggy, 6 Harzer, 1 blokart (prod.), 2  blokart (perf.)

SAIL BUGGY DEFINITION   aktualisiert am 20.04.10     --------    an der Quelle ist das Wasser klar

Ein Sail Buggy ist keine FISLY-Klasse und auch keine Einheitsklasse sondern eine Konstruktionsklasse.  

Auch wenn der Sail Buggy nicht per se als Rennsegler, sondern eher als familientauglicher Allroundsegler konzipiert wurde, so  werden hier  dennoch die wichtigsten Definitionen zur Ausrüstung dargestellt, die als Grundlage für faires Segeln in Regatten dienen können.

Herangezogen werden offizielle Definitonen, die den Buggy betreffen.
Bezug: FISLY = INTERNATIONAL FEDERATION OF SAND AND LAND YACHTING and INTERNATIONAL SAILING AND RACING RULES  I.S.A.R.R.   2008
nota bene  >>>>   FISLY  ARTICLE 7 - FAIR PLAY   :  (1) FAIR PLAY : All the rules must be observed in a spirit of fair play.


Tano und Fabi in Sail Buggy Rennkonfiguration mit Leichtbaurädern - 20" Außendurchmesser

Scheiben-/Speichenräder sind eher geeignet für nasssandige Böden und im leicht überfluteten Wattboden.


Ein Sail Buggy ist keine FISLY-Klasse und auch keine Einheitsklasse sondern eine Konstruktionsklasse.

Man könnte auch Variationsklasse dazu sagen. Die Grenzen der Variationsmöglichkeiten ergeben sich aus Regelungen gem. FISLY., GPA und den Definitionen des Herstellers (nämlich der Landsegler-Manufaktur) zum Sail Kit.

Ein Sail Buggy ist ein mit einem Sail Kit besegelter Buggy, d.h. ein handelsüblicher - oder durch Eigenbau nachempfundener - Buggy aus der Kitebuggyszene. Der Buggy ist definiert gem. FISLY, Kl. 8 auch  "PARAKART" genannt.

Werden mit dem Sail Buggy Regatten gesegelt, so werden sie - soweit anwendbar und eine Rennleitung nichts anderes bestimmt - nach dem Regelwerk der FISLY und ISARR gesegelt {nota bene "gesegelt" [nicht "gebaut"]}, also kann eine Rennleitung Sail Buggies verschiedener Bauarten in einem Lauf zusammenfassen.

Definition aus offiziellen Quellen:
Die Definition zum Buggy (ohne Besegelung) kann dem FISLY-Regelwerk (Klasse 8) entnommen werden, - folgend ein Auszug...

Artikel 1.1: Ein Parakart ist ein Fahrzeug mit mindestens 2 Rädern, das ..... (d.h.: die Anzahl der Räder ist nach oben hin unbegrenzt)
Artikel 2.1: max. Länge 3,5 m
Artikel 2.2: max. Breite 3,0 m
Artikel 2.3: Räder nicht größer als ø27" [68,58cm] (bei 2bar Druck gemessen), die Radbreite ist nicht beschränkt. Speichenräder müssen abgedeckt sein.
Artikel 2.4: Wenderadius ist nicht begrenzt
Artikel 2.5: Ballast im (Kite-)Buggy ist bis 5 kg erlaubt, Ballastposition frei wählbar, in Fahrt aber unverschiebbar. Ballast am Piloten ist nicht erlaubt.

siehe auch: http://fisly.org/rules/ (Stand von 2008)
deutsche Übersetzung, inoffiziell, evtl. nicht auf neuestem Stand: http://www.fisly.org/rules/rirc_german.pdf

Hinweis zur Wahl der Art des Rades und der Radabmessungen:
Bezug: FISLY Klasse 8, Art. 2.3
Bezug: FISLY Klasse 5, Art. ??
Bezug: FISLY Klasse STANDARD, Art. 1.3
Klare Vorschriften zu Radgrößen gibt es nur in der FISLY-Einheitsklasse "STANDART".
Die Wahl der Art des Rades sowie die Wahl von Durchmesser und Breite ist in allen anderen FISLY-Klassen weitgehend bis völlig freigestellt.
Für den Sail Buggy gibt es also nur die Beschränkung des Raddurchmessers: max. ø27" [68,58cm], wenn man sich an FISLY anlehnen will.


man beachte hier einmal die verschiedenen Räder in einigen FISLY-Klassen!

Anmerkung: Für ein Rennen sollte es Jedem selbst überlassen bleiben, welche Radgröße er einsetzt, so dass er in die Lage versetzt ist, für sich (sein Systemgesamtgewicht) in Zusammenhang mit den umgebenden Bedingungen (Wind und Zustand des Fahrgebietes) die optimalen Gesamtbedingungen herzustellen.  Hinweis: Es ist nicht immer das größere Rad auch das bessere!
 
Ergänzung aus dem Workbook der GPA:
Gesteuert wird der (Kite-)Buggy mit den Füßen an der Vorderradgabel, wo sich zwei Fußrasten befinden. Fußschlaufen an den Fußrasten sind erlaubt, müssen aber aus flexiblen Material bestehen... Ob diese Definition für den Buggy in Segelkonfiguration so sinnvoll ist sei einmal dahin gestellt.
Anmerkung / Überlegung:
Das Steuern mit einer "Verlängerung" (fußgetrieben oder handgetrieben oder sogar beides) ist unter dem Aspekt der Sicherheit im Fahren (Fahreigenschaft) und der Möglichkeit bei zu leichtem Wind oder für den Regattastart den Segler sicher anschieben zu können (Handsteuerung) sicher sinnvoll. So wird z.B. der Harzer mit den Füßen via Steuerstange gelenkt und der blokart mit einer Handsteuerstange gelenkt. In solchen Fällen kann man mit etwas längerem Radstand fahren bzw. den Körperschwerpunkt besser nach hinten und damit etwas weiter weg von der Kipplinie platzieren. Mit anderen Worten:  Die kurzbeinigen - und dann auch noch leichten - Piloten müssten nicht mit dem Nachteil fahren früher zu kippen als wenn sie weiter hinten sitzen könnten.

siehe auch http://www.gpa.de/GPA_HOMEPAGE/lizenz/gpa-workbook2008.pdf

Gewicht:
Artikel 2.2 Max. Gewicht des (Kite-)Buggy: 60kg  Zusatzgewicht (Ballast) max. 5 kg
Anmerkung: Die Gewichtsfestlegung - max. Gewicht - stammt aus der Kitebuggyszene und ist für Strandsegler nicht sinnvoll. Für einen Strandsegler ist eher eine untere Gewichtsgrenze sinnvoll - min. Gewicht - siehe folgend genannte Beispiele:
Beispiel 1: FISLY für STANDART:
1.4. The minimum weight of the complete rigged yacht is 70 kg.
Beispiel 2: FISLY Class 3: The total weight, fully rigged, but without the pilot and without any ballast, will be a minimum of 100 kg.
Beispiel 3: Class 5: BALLAST  The minimum weight of the fully rigged yacht is 50 kg.

Ballast:
Ballastposition im/am Buggy frei wählbar, in Fahrt aber unverschiebbar. Ballast darf während des Rennens weder bewegt noch abgeworfen werden.
Ballast am Piloten ist nicht erlaubt, da ansonsten der Ballast - z.B. am Oberkörper - mit der Neigung des Oberkörpers verschiebbar wäre. Mit anderen Worten: Beweglicher Luvballast ist nicht erlaubt!

Es gibt für den Sail Buggy also keine Gewichts- oder Ballastfestlegungen.

Streng genommen: Segler mit Sitzmatten wie z.B. in den Modellen Sirocco, Sprint und blokart lassen ja ein Hin- und Herrücken des Körpers - also der Sitzposition nach Luv zu. Das ist strenggenommen entgegen den FISLY-Regeln, in denen ein verschieblicher Sitz nicht erlaubt ist. Ein verschieblicher Körper ist natürlich in diesem Sinne - vor allen Dingen im FAIR PLAY-Sinne - gemäß FISLY also nicht zulässig, wenn man gegen andere Klassen segelt, in denen das Verschiebliche (Sitz oder Körper) gar nicht möglich ist. Zumindest muss man sehen, dass man mit der Verschieblichkeit einen wesentlichen Vorteil hat. Natürlich spielt das keine Rolle wenn man in einer Einheitsklasse NUR gegen die eigene Klasse antritt!

Definitionen zum Sail Kit (Rigg) für Buggy:

Das Buggy Sail Kit besteht aus:
Mastkoker, Mast, 2 Streben, Schrauben, Stiften + Befestigungsmaterial,
Segel mit Latten, Baum mit Beschlägen, Vorliek-Strecker (Cunningham), Schot mit Blöcken einschl. einem Winchblock

Die Segelgrößen können je nach Bedarf individuell festgelegt werden. Die bisher - schon über mehrere Jahre - vom Segelmacher für den Sail Buggy gefertigten Segelgrößen erstrecken sich von 2qm bis 5qm.
Auf der Seite PRODUKTE kann man beispielhaft erkennen, welche Räder man einsetzen kann. Leichte Piloten können auch BMX-Räder aus dem üblichen Handel einsetzen. Die auf der Seite PRODUKTE dargestellten Räder sind Spezialentwicklungen für den Sail Buggy.

Anmerkung: Für ein Rennen sollte es Jedem selbst überlassen bleiben, welche Segelgröße er einsetzt, so dass er in die Lage versetzt ist, für sich (sein Systemgesamtgewicht) in Zusammenhang mit den umgebenden Bedingungen (Wind und Zustand des Fahrgebietes) die optimalen Gesamtbedingungen herzustellen.  Hinweis: Es ist nicht immer das größere Segel auch das bessere!

Überlegungen zu Buggygröße, Systemgesamtgewicht (also auch Buggygewicht) und Segelgröße:
Große Buggies machen nicht unbedingt Sinn! Denn mit der Größe steigt auch das Gewicht!
Die Max.-Abmessungen gemäß erlaubter FISLY-Grenzen sind für Sail Buggies nicht unbedingt sinnvoll!

Wer einen schnellen Sail Buggy in Regatten fahren möchte muss sich schon ein wenig Gedanken machen, welche Maßnahmen für Ihn selbst bei bestimmten Bedingungen [Wind, Untergrund, Räderwahl, Gewicht, Spurbreiten, etc..] optimal sind. Typisch ist, dass der "Maßnahmen-Katalog" recht interaktiv wirkend empfindlich ist! Mit anderen Worten: Ein optimal getrimmter Sail Buggy muss in allen seinen interaktiv wirkenden Komponenten betrachtet werden und ihre Wechselwirkungen müssen berücksichtigt werden, so wie auch die Komponenten einer HiFi-Anlage - impedanzmäßig - gut aufeinander abgestimmt sein sollen wenn man ein Maximum an Segel-Performance erreichen will.

UND !:  Bitte bedenken, wenn ein Segler 120 kp wiegt und gegen einen Segler antritt, der nur 80kp wiegt, so ist es gerecht, wenn der schwere Segler ein größeres Segel wählt !!!  Er handelt sich übrigens zugleich einen Nachteil ein, nämlich den Nachteil eines deutlich größeren Windwiderstandes.

Wer aber übertreibt und glauben sollte, das "Segelgröße durch nichts zu ersetzen sei  ...  und nur Vorteile bringt" der hat wohl noch nicht viel Erfahrung. Es ist schon oft in der Praxis bewiesen worden, dass ein kleineres Segel - in bestimmten Bedingungen - Vorteile bringen kann !!!

Und wenn man doch "nur zum Spass" Regatten segelt, dann sollte doch FAIR PLAY - gem. FISLY ... - leicht fallen, und man "gestattet" dem schwereren Segler sein größeres Segel.

Hier wird später einmal eine "Gerechtigkeitsformel" in Form einer Tabelle veröffentlicht. Die Basis wird sein: Eine Drehmomenten-Modellrechnung, die erklären wird, wie die Dinge zusammenhängen ( Wind, Untergrund, Räderwahl, Gewicht, Spurbreiten, etc..), zumindest qualitativ und soweit sich das mit vertretbarem Aufwand machen lässt; denn eine Doktorarbeit soll hier nicht entstehen! ---  Warum Drehmomentenrechnung? Es wird von der Situation ausgegangen, dass man optimal segelt bzw. ein Maximum an Energieumsetzung erreicht, wenn das Luvrad gerade so eben noch mit einer winzigen Kraft [nahe null Newton] am Boden bleibt, wobei hier allerdings der gleichzeitig auftretende Nachteil der Rollwiderstandserhöhung - Übergang von 3-Rad-Fahrt zur 2-Rad-Fahrt - unberücksichtigt bleiben wird.


Beispiel: Ein Standard-Buggy - in einfacher, kleinerer Allroundbauweise - fertig aufgeriggt mit dem Buggy Sail Kit.
Die hier dargestellten Räder sind geeignet für trockensandige Böden. Scheiben-/Speichenräder sind eher geeignet für nasssandige Böden und im leicht überfluteten Wattboden.


   

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