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SICHERHEIT + ERSTE HILFE  
Schwerpunkt Landsegeln/Strandsegeln

aktualisiert: 07.09.2010

(diese Seite ist weiterhin in Arbeit)
Thumbnail for version as of 20:03, 1 February 2006 Ein längst überfälliges Thema in Landseglerkreisen, in deren websites und Foren. Aktuelle Notfälle an/auf den Stränden der Nordsee in den letzten Jahren - teils mit tragischem Ausgang - veranlassen uns Landsegler nun endlich zu dieser Seite.

Einleitung
Wer sich off road oder off shore betätigt, also in Gegenden, in denen schnelle, medizinisch qualifizierte Notfallhilfe nur spät oder gar nicht zu erwarten ist, sollte sich mit dem Thema ernsthaft befassen und sich selbst besser für den Notfall ausbilden lassen und sich entsprechend vorbereiten. Besonders in den Sportarten Tauchen, Fliegen, Segeln und für alle expeditionsartigen outdoor-Unternehmungen ist das wohl angesagt.

Bei aller Vorsicht, passieren kann immer etwas, Dir oder anderen. Die Wege für Rettungsdienste zu den typischen Strand-/Wattgebieten sind lang und häufig in schwierigem Gelände. Es kann nach der Alarmierung schon einige Zeit dauern bis medizinisch qualifiziertes Personal an der Notfallstelle eintrifft. Besonders schwierig - bis unmöglich - kann es für Rettungsfahrzeuge sein, den Notfallort in Sand oder Watt erreichen zu können. In manchen Fällen kann es gar lebensrettend sein, mit sachkundiger ERSTE HILFE und ERSTVERSORGUNG die Zeit bis zum Eintreffen des medizinisch qualifizierten Rettungsdienstes zu überbrücken.

Erste Maßnahmen vor dem Segeln
Orientiere Dich vor Ort (z.B. DK-Rømø) zu folgenden Dingen:
Notrufnummern (örtl. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst FALCK A/S)
Standort des nächsten Notfalldienstes
Standort des nächsten Arztes
Standort der nächsten Unfallklinik
Wie wird das Gebiet, in dem Du Dich aufhältst, genannt (Namen?)
Wie kannst Du eine Richtungsangabe in Bezug auf bekannte Orte machen?
Wie kannst Du eine Entfernungsangabe in Bezug auf bekannte Orte machen?
Standorte von Allradfahrzeugen (Bergung) am Strand und ihre mobil-Tel.-Nr.
Lagerort der ERSTE HILFE Ausrüstung im Auto
Wie lange ist Dein ERSTE Hilfe - Kurs schon her?
Und auch mal an eine Auffrischung des ERSTE HILFE - Kurses denken!
für DK-Rømø und weitere DK-Strände

Land-Rettungsdienst:
Polizei 114
Notruf 112
Raum Skaerbaek/Rømø:
FALCK A/S 
+45 7010 2030   http://de.wikipedia.org/wiki/Falck_A/S

Luft-Rettungsdienst (NF + Süd-DK, cross-border):
http://www.drf-luftrettung.de/station-niebuell.html
DRF Luftrettung - Station Niebüll: +49 4661 60000
Rettungshubschrauber
"Christoph Europa 5" - Niebüll > Rømø: ca. 11 Flugminuten.
Das ist angesagt für
sehr ernste Fälle (Lebensbedrohung)


Auch von der Seeseite her kann man im Notfall (Küste) höchst professionelle
Hilfe bekommen oder sich Hilfe vermitteln lassen!
Man beachte im Bild unten links: WACHE, sofortige Einsatzbereitschaft
 

See-Rettungsdienst: Wenn Nothilfe im/am Wasser (Küste) benötigt wird:
DGzRS SAR Seenotleitung: mobil/Handy-Notrufnummer 124 124


DGzRS/SAR "MINDEN" - Standort: Sylt/List (nahe Rømø)


Tochterboot der MINDEN: "MARGARETE"

wer sich weitergehend informieren möchte ---->   http://www.dgzrs.de/

Eigene Ausrüstung beim Segeln / im Segler
Vor Sonne schützende Kleidung
Vor Auskühlung schützende Kleidung
Festes Schuhwerk, Helm, Gurt
Signalpfeife, Signalflagge (rot)
Kleines Signal Set
(aus Bootsbedarf)
Mobiltelefon mitnehmen
ERSTE HILFE SET im Segler

                                        Beispiel: Wasserdichtes ERSTE HILFE SET ---->

 



Man kann aber auch ein besser ausgestattetes ERSTE HILFE SET,
mitnehmen, das man selbst in einen wasserdichten Beutel verpackt.

Maßnahmen im Notfall
Zum Notfallort fahren
Situation klären und selbst Ruhe bewahren
ggf. Rettungsdienst alarmieren
ERSTE HILFE und wenn möglich ERSTVERSORGUNG leisten
Notfallort sichern und kennzeichnen
Bei heißem Wetter / Sonne: Dem Verletzten Schatten spenden
Bei starkem Wind und kühlem Wetter/Regen: Den Verletzten vor Auskühlung und Nässe schützen.
Bei Sandflug/Sandsturm: Den Verletzen vor Staub und Sand schützen.
Den Verletzten nicht verlassen und auf ihn beruhigend einwirken
Schocksituation beobachten, ggf. Schockbehandlung
In schweren Fällen den Verletzten nicht selbst transportieren, außer im Notfall, z.B. bei aufkommendem Wasser (Flut) und nur soweit wie nötig.
Im Zweifel mit dem Verletzten am Notfallort bleiben.

Weitere ERSTE HILFE SETS aus Autos bringen lassen, manchmal reicht eines nicht aus.
Freunde und Fremde zur weiteren Hilfe alarmieren, die auch als Wegweiser dienen können.
Der Rettungsdienst kommt an einen km-weiten Strand und weiß sonst nicht wohin.
Untätige Zuschauer können auch in der weiteren Umgebung von anwesenden Menschen
versuchen, durch Rufen einen evtl. anwesenden Arzt ausfindig zu machen und herbeiholen.

Und nur keine Angst! Wer das o.g. beherzigt und tätig wird, der kann nichts falsch machen.

Um sich in ERSTE HILFE oder besser noch zum ERSTHELFER ausbilden zu lassen wende man sich an Ortsgruppen/Kreisverbände/Regionalverbände des DRK oder des ASB (findet man via Google, Beispiel-Suche: DRK Karlsruhe / ASB Karlsruhe / BRK München).
In websites (auch in dieser Seite) veröffentlichten Hinweise zur ERSTE HILFE ersetzen keinen Praxiskurs in ERSTE HILFE /ERSTVERSORGUNG!
Generell gilt für den Ernstfall: Eine unterlassene Hilfeleistung ist in Deutschland (gem. §323c StGB) strafbar. wenn man denn helfen konnte .....


[diese Seite wird weiter bearbeitet und ergänzt mit Informationen zu Alarmierungen, Helfer-Ausbildungen, etc.]

Hinweis:
Die Landsegler stellen hier die eigenen vorbereitenden Maßnahmen dar:
Fahrzeug, Notfallausrüstung, Ausbildung, Alarmierung, Übungen

zunächst zur Ausrüstung im Fahrzeug:
ERSTE HILFE SETs, KOFFER für ERSTVERSORGUNG (Basismaßnahmen),
med. SAUERSTOFF, NOTFALLKOFFER (Bereithaltung, zur Verwendung nur durch ARZT),
EKG-Monitoring mit halbautomischem Frühdefibrillator (biphasischer AED) sowie:
weiteres technisches Hilfsmaterial, Funkgeräte (Auto und Hand), Licht,
einf. Bergungsmaterial, wasserdichtes Handy mit weitreichender Antenne.

Immer steht während eines Landsegler Camp im Strandseglerlager am Sønderstrand/Dünenkante (Rømø) ein Landsegler-Fahrzeug ohne Anhänger in Richtung Watt abfahrbereit mit eingelegtem Vierradgetriebe sowie der nötigen Ausrüstung für ERSTE HILFE und ERSTVERSORGUNG. Der Lagerort des Fahrzeugschlüssels ist den eingewiesenen Teilnehmern bekannt.
Jeder eingewiesene Camp-Teilnehmer - ist
im Notfall - und NUR im Notfall, aber auch im ernsten Verdacht auf Notfall - berechtigt, das Fahrzeug der Landsegler (schwarzer Allrad-PickUp NISSAN) zur Notfallstelle im Strand/Watt/Wasserkante/Prielrand zu fahren! Aber bitte bedenken: Ein im Sand,  Watt oder Priel feststeckendes Auto oder Motorrad - ohne Gefährdung von Menschenleben - ist in diesem Sinne KEIN Notfall; das wäre nur ein Fall für kommerzielle Bergungsdienste oder andere private Bergungshilfe.
 

Das z.B. ist KEIN Notfall, da ist nur Bergungshilfe nötig. Aber man kann sich doch gut vorstellen, dass ein normaler Rettungswagen in die Gegend nicht mehr vorstoßen kann. Für den Untergrund - weicher Schlick im Prielrand, besonders bei Ebbe - ist schon eher ein Fahrzeug wie ein UNIMOG nötig, siehe Spuren unten rechts im Foto.

Foto: JOCHEN von der Strandsejlerskole Rømø - auch Bergungshilfe.


Der Autor (66) dieser Seite schreibt hier aus der eigenen Lebenserfahrung heraus. Als Segler, Flieger, Taucher, Funker und Teilnehmer an kleinen Expeditionen war er mehrfach als ausgebildeter Ersthelfer in Notfallsituationen beteiligt. Wegen guter Vorbereitungen konnten die Notfälle zu Land und zu Wasser - teils mit vorbeugenden, lebensrettenden Maßnahmen - gut geklärt und stabilisiert werden. Die nötigen Kenntnisse kann jeder medizinische Laie erwerben und die nötigen Vorbereitungen kann auch jeder treffen, wenn er nur will.

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